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Was ist eine freie Trauung?

Zunehmend beliebt, aber noch nicht jedem geläufig 

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Sehr oft werde ich gefragt, was eine freie Trauung eigentlich ist, was da gemacht wird und welche rechtliche Relevanz eine freie Trauung hat.

In Deutschland zählt vor dem Gesetz nur die standesamtliche Trauung. Auch die kirchliche Trauung hat vor dem Gesetzgeber keine rechtlichen Auswirkungen. Eine kirchliche Trauung unterscheidet sich von einer kirchlichen Trauung dahingehend, dass die Trauung in die Kirchenbücher eingetragen wird.

 

Seit 1874: Das Ja-Wort auf dem Standesamt

4Wenn ein Paar heiraten möchte, so führt der erste Weg zum Standesbeamten. Das war aber nicht immer so. Bis 1874 hatte in Deutschland allein die Kirche das Recht, Ehen zu schließen und wieder aufzulösen. 1874 wurde dieses Privileg aufgehoben: In Preußen, ein Jahr später in ganz Deutschland, wurde die Zivilehe eingeführt.

Da die standesamtliche Trauung oft sehr sachlich und schlicht war und die kirchengebundene Menschen auch gerne den Segen der Kirche, den Segen von Gott für ihre Ehe wünschten, wurde es üblich, dass die Paare nach der standesamtlichen Trauung, zusätzlich die kirchliche Trauung vollzogen.

Wir leben heute in einer Zeit, wo viele Menschen keine Bindung zur Kirche haben. Auch die multikulturelle Gesellschaft hat dazu beigetragen.
Aber auch nicht kirchlich gebundene Menschen wünschen sich eine besondere Zeremonie anläßlich ihrer Trauung.

Die freie Trauung füllt die entstandene Lücke

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Rechtlich gesehen, hat die freie Trauung keine Bedeutung. Aber für die Paare ist sie dennoch der wichtigste Moment ihrer Ehe.
Der Vorteil einer freien Trauung ist, dass sie frei von festen Formen und Rahmenbedingungen durchgeführt werden kann. Im Prinzip ist alles möglich.

Freie Wahl der Location

Freie Wahl des Trauredners/Zeremonienleiters

Freie Gestaltung des Ablaufs

Freie Gestaltung der musikalischen Umrahmung

uvm.

Der Bundestag hat endlich den Weg frei gemacht!

Ehe für ALLE

Jeder Mensch hat das Recht selbst zu entscheiden, wen er lieben möchte und mit wem er zusammen leben möchte.
Natürlich schafft ein Gesetz allein nicht, dass es auch in Köpfen ankommt. Dennoch ist es ein nicht unerheblicher Schritt.

Eine freie Trauung macht grundsätzlich keine Unterschiede und als mein Freund damals die sogenannte Verpartnerschaftlichung einging, war es für mich damals schon eine Ehe und nichts anderes.

Jedem steht frei, was er in dem Begriff Ehe sehen will, aber wenn es um rechtliche Gleichstellung geht, dann ist es nun mal notwendig, dass keine Unterschiede gemacht werden.

Aus diesem Grund bin ich froh, dass hier nun endlich ein wichtiger Schritt vollzogen wurde.

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